Ausbildungsgehalt Garten- und Landschaftsbau: Gehälter 2024

Du stehst vor der Entscheidung für deine Ausbildung und fragst dich: Was springt am Ende des Monats eigentlich bei mir raus, wenn ich Gärtner oder Landschaftsbauer werde? Diese Frage ist total berechtigt. Gerade wenn du überlegst, ob das Ausbildungsgehalt im Garten- und Landschaftsbau reicht, um deine ersten eigenen Rechnungen zu bezahlen, brauchst du klare Fakten. Mach dir keine Sorgen, das schauen wir uns jetzt ganz in Ruhe an. Ich erkläre dir, wie die Vergütung in diesem tollen Berufszweig aussieht und was du alles beachten solltest.
Die Grundlagen: Warum das Gehalt nicht immer gleich ist
Es ist wichtig zu verstehen, dass es für das Gehalt während der Ausbildung im Gartenbau keinen festen, überall gleichen Betrag gibt. Stell dir vor, du fragst zehn verschiedene Handwerker, was ihr Azubi verdient – du bekommst zehn leicht unterschiedliche Antworten. Das liegt an verschiedenen Faktoren. Einerseits spielen die Region und die Unternehmensgröße eine Rolle. Ein großer Betrieb in einer Großstadt zahlt oft etwas anders als ein kleiner Familienbetrieb auf dem Land. Ein entscheidender Faktor, der diese Unterschiede regelt, ist der Tarifvertrag im Gartenbau, über den wir an anderer Stelle detaillierter berichten.
Andererseits ist der Garten- und Landschaftsbau ein Gewerk, das oft tariflich geregelt ist. Das ist gut für dich! Tarifverträge sorgen für faire Mindeststandards. Allerdings gibt es in Deutschland verschiedene Tarifverträge, die je nach Bundesland oder berufsständischer Zugehörigkeit des Arbeitgebers gelten. Dein Ausbildungsbetrieb hält sich an einen dieser Verträge oder legt die Vergütung frei fest, orientiert sich aber meist an den üblichen Sätzen.
Tarifbindung und ihre Vorteile für dein Einkommen
Wenn dein Betrieb tarifgebunden ist, hast du einen großen Vorteil. Das heißt, dein Ausbildungsgehalt im Garten- und Landschaftsbau ist vertraglich festgelegt. Das sorgt für Planungssicherheit. Du weißt genau, was du bekommst und wie viel es im nächsten Lehrjahr mehr wird. Diese Verträge werden regelmäßig neu ausgehandelt, meistens steigen die Sätze über die Jahre leicht an. Das hält Schritt mit den Lebenshaltungskosten.
Vergleiche das mit einem Freund, der vielleicht eine Ausbildung in einem Betrieb ohne Tarifbindung macht. Dort kann es sein, dass dein Chef das Gehalt selbst festlegt. Auch wenn das manchmal höher sein kann, fehlt oft die jährliche, garantierte Steigerung. Deshalb ist es immer ein guter Punkt, bei der Bewerbung nach den Tarifbedingungen zu fragen, wenn du wissen möchtest, ob dein Vergütung im Gartenlandschaftsbau fair ist.
Konkrete Zahlen: Was verdiene ich ungefähr?
Du willst Fakten hören, das verstehe ich. Hier reden wir nicht über Millionen, aber es ist ein solides Startkapital, um selbstständig zu werden und erste Dinge zu finanzieren. Die Beträge sind nach Lehrjahren gestaffelt, das ist Standard in der Ausbildung. Das erste Lehrjahr ist immer das niedrigste Gehalt.
Ich gebe dir hier ungefähre Richtwerte. Sie sind nicht in Stein gemeißelt, aber sie geben dir eine gute Orientierung für das Ausbildungsgehalt im GaLaBau (das ist die Kurzform für Garten- und Landschaftsbau):
- 1. Lehrjahr: Hier startest du oft zwischen 850 Euro und 1.050 Euro brutto pro Monat. Das ist dein Basis-Einkommen, von dem die Steuern und Sozialabgaben noch abgezogen werden.
- 2. Lehrjahr: Du lernst dazu und übernimmst mehr Verantwortung. Dein Gehalt steigt meistens auf etwa 1.000 Euro bis 1.250 Euro brutto.
- 3. Lehrjahr: Kurz vor dem Abschluss verdienst du oft schon sehr gut, meist zwischen 1.200 Euro und 1.450 Euro brutto.
Merke dir: Bruttopreis ist das, was auf dem Papier steht. Was am Ende auf deinem Konto landet, ist der Nettobetrag. Als Auszubildender hast du aber meistens nur geringe Abzüge, da dein Einkommen oft unter der Steuerpflichtgrenze liegt. Trotzdem: Informiere dich, wie hoch die Abzüge in deinem konkreten Fall sein werden, wenn du dein Nettogehalt berechnen möchtest.
Steigert sich das Gehalt, wenn ich schon Erfahrung habe?
Absolut! Die Steigerung von Jahr zu Jahr ist meistens fest im Tarifvertrag verankert oder wird im Arbeitsvertrag klar definiert. Wenn du beispielsweise im ersten Jahr 900 Euro bekommst, steht dort oft schon drin, dass du im zweiten Jahr 1.100 Euro erhältst. Das ist ein großer Vorteil dieses Berufsfeldes: Du siehst, wie deine Leistung und deine Berufserfahrung direkt honoriert werden. Das motiviert enorm, wenn du weißt, dass du bald mehr Geld zur Verfügung hast.
Zusatzleistungen: Mehr als nur das monatliche Gehalt
Wenn du nur auf die monatliche Überweisung schaust, siehst du nicht das ganze Bild. Viele Betriebe im Garten- und Landschaftsbau bieten zusätzliche Leistungen, die dein tatsächliches Einkommen aufwerten. Diese Extras sind oft das i-Tüpfelchen bei der Wahl deines Ausbildungsplatzes. Frage aktiv danach, was dein zukünftiger Arbeitgeber noch bietet, um dein Ausbildungsgehalt im GaLaBau aufzubessern.
Denk mal darüber nach, welche dieser Dinge für dich wertvoll sind:
- Fahrtkostenzuschuss: Gerade wenn du mit dem Zug oder Bus zur Baustelle fahren musst oder der Betrieb etwas außerhalb liegt, kann ein Zuschuss sehr hilfreich sein.
- Urlaubsgeld/Weihnachtsgeld: Manche Betriebe zahlen einmal im Jahr einen Extra-Betrag aus, der oft wie ein 13. Monatsgehalt wirkt. Das ist eine tolle Hilfe für größere Anschaffungen.
- Übernahme der Kosten für Lehrmaterial: Gute Betriebe zahlen deine Fachbücher, die Prüfungsgebühren oder sogar den Führerschein für Baumaschinen, wenn dieser für die Ausbildung wichtig ist. Das spart dir Hunderte von Euro.
- Zusätzliche Urlaubstage: Manche Arbeitgeber geben dir ein paar Tage mehr frei als gesetzlich vorgeschrieben. Zeit ist auch Geld wert!
Diese Zusatzleistungen musst du aktiv erfragen. Sie stehen selten prominent auf der Stellenausschreibung, sind aber oft ein Zeichen dafür, dass der Betrieb in seine Azubis investiert. Es zeigt Wertschätzung, wenn man dir diese Dinge anbietet.
VIDEO: Das verdienst du in der Ausbildung als Friedhofsgrtner
Wichtige Links
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Die Sache mit der Übernahme und dem Gehalt nach der Ausbildung
Dein Ausbildungsgehalt ist nur der Anfang. Der große finanzielle Sprung kommt nach bestandener Abschlussprüfung. Wenn du deine Ausbildung erfolgreich abschließt, steigst du als ausgelernte Fachkraft ein. Hier siehst du den größten Unterschied.
Als Berufseinsteiger im Garten- und Landschaftsbau startest du nach der Ausbildung oft mit einem Einstiegsgehalt, das deutlich über dem letzten Ausbildungsgehalt liegt. Je nach Region und Spezialisierung (zum Beispiel auf Baumpflege oder moderne Gartengestaltung) kannst du hier von 2.500 Euro bis 3.200 Euro brutto pro Monat rechnen. Mit ein paar Jahren Berufserfahrung und eventuellen Weiterbildungen (Meisterprüfung) sieht das natürlich noch besser aus. Deine Ausbildung ist also eine sehr solide finanzielle Investition in deine Zukunft.
Drei Tipps, wenn du das Ausbildungsgehalt vergleichen willst
Du hast jetzt ein gutes Gefühl dafür, was reinkommt. Aber wie gehst du jetzt konkret vor, wenn du zwei Angebote vor dir liegen hast, die unterschiedlich wirken?
- Brutto gleich Brutto? Nicht unbedingt: Schau nicht nur auf die Zahl. Lass dir zeigen, was bei Abzug von Steuern und Sozialversicherung rauskommt (Netto). Vergleiche das Netto, wenn du weißt, dass du wenig Steuern zahlen musst.
- Kosten gegenrechnen: Wenn Betrieb A dir 100 Euro mehr zahlt, aber du jeden Tag 30 Euro für die Fahrtkosten selbst trägst, ist Betrieb B vielleicht finanziell besser für dich. Rechne die festen Kosten, die der Arbeitgeber übernimmt, in dein Gehaltsmodell ein.
- Prüfe die Tarifregion: Frage nach, ob der Betrieb an den Tarifvertrag für das Bauhauptgewerbe oder spezielle GaLaBau-Tarife gebunden ist. Das gibt dir sofort eine verlässliche Benchmark. Suche online nach den aktuellen Tarifabschlüssen für dein Bundesland, um zu sehen, ob das angebotene Ausbildungsgehalt im Garten- und Landschaftsbau dem Minimum entspricht.
Es geht beim Start in den Beruf nicht nur um das Geld, sondern auch um die Qualität der Ausbildung. Ein etwas geringeres Gehalt kann sich lohnen, wenn du bei einem Ausbilder bist, der dir wirklich alles zeigt und dich optimal auf die Prüfungen vorbereitet. Das ist Wissen, das dir später niemand mehr nehmen kann und das dein zukünftiges Gehalt massiv steigern wird.


