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Wasserzisterne für den Garten: Speichern Sie Regenwasser

Wasserzisterne für den Garten: Speichern Sie Regenwasser

Stehst du wieder einmal vor dem Wasserhahn im Garten und ärgerst dich über die hohen Kosten oder die oft unzureichende Wasserqualität für deine Pflanzen? Vielleicht siehst du das Regenwasser vom Dach einfach ablaufen und denkst dir: Das ist doch reine Verschwendung. Genau diese Gedanken führen viele Gartenbesitzer zur Überlegung: Eine Wasserzisterne für den Garten – ist das sinnvoll? Lass uns das ganz in Ruhe durchgehen. Ich erkläre dir, was so eine Zisterne bringt, welche Schritte nötig sind und wie du damit wirklich deinen Geldbeutel und die Umwelt schonst.

Warum eine eigene Regenwasserzisterne im Garten eine gute Idee ist

Es gibt gute Gründe, warum immer mehr Menschen überlegen, Regenwasser zu sammeln. Der offensichtlichste ist die Kostenersparnis. Trinkwasser ist teuer. Wenn du dieses wertvolle Gut nur nutzt, um den Rasen zu wässern oder die Blumenbeete zu gießen, zahlst du unnötig viel. Regenwasser hingegen ist kostenlos und oft sogar besser für viele Pflanzen.

Achte mal darauf, wie deine Pflanzen reagieren. Viele Zimmerpflanzen oder auch empfindliche Gartenpflanzen mögen kalkhaltiges Leitungswasser nicht besonders. Regenwasser ist weicher, also kalkarm. Das merken deine Rosen oder deine Hortensien schnell positiv. Außerdem entlastest du die öffentliche Kanalisation bei Starkregenereignissen. Du tust also etwas Gutes für die Gemeinschaft, indem du das Wasser lokal speicherst und nutzt.

Die Vorteile im Überblick

  • Reduzierung der Wasserkosten für Gartenbewässerung.
  • Bessere Wasserqualität für viele Pflanzenarten (kalkarmes Wasser).
  • Entlastung der städtischen Kläranlagen bei Regen.
  • Unabhängigkeit von Wasserbeschränkungen bei Trockenheit.

Die Planung deiner Wasserzisterne für den Garten

Bevor du jetzt losziehst und eine riesige Tonne bestellst, müssen wir ein paar Dinge klären. Die Planung ist das A und O, damit du später nicht vor Problemen stehst. Die wichtigste Frage zuerst: Wie viel Wasser brauchst du und wie viel kannst du sammeln?

VIDEO: Zisternenfilter.com – Zisterne bzw. Regenwassertank zur Nutzung von Regenwasser im Garten

Wie groß soll die Zisterne sein?

Das hängt von zwei Faktoren ab: der Größe deiner Dachfläche und der Niederschlagsmenge in deiner Region. Eine grobe Faustregel hilft dir beim ersten Schätzen, wenn du eine Regenwassernutzung im Garten planst. Du kannst pro Quadratmeter Dachfläche und 100 Millimeter Niederschlag etwa 80 bis 90 Liter Wasser speichern.

Ist dein Dach beispielsweise 100 Quadratmeter groß und es regnet bei dir im Schnitt 800 Millimeter pro Jahr, kannst du theoretisch bis zu 8.000 Liter Wasser sammeln. Selbst wenn du nur einen Teil davon nutzt, siehst du: Die Menge ist oft größer, als man denkt. Für einen durchschnittlichen Hausgarten reichen oft schon Zisternen zwischen 3.000 und 6.000 Litern, besonders wenn du nur die Hauptwachstumsmonate betrachtest.

Ausgewählte Quellen

Unverzichtbare Lesestücke über Wasserzisterne für den Garten: Speichern Sie Regenwasser findest du hier.

Der richtige Standort und die Art der Zisterne

Jetzt kommt die Technik ins Spiel. Du hast grundsätzlich zwei Hauptoptionen, wenn es um die Installation einer Wasserzisterne geht:

  1. Oberirdische Tanks: Diese sind einfacher zu installieren, da du nicht graben musst. Sie sehen aber nicht immer schön aus. Man kann sie gut kaschieren, zum Beispiel mit Kletterpflanzen oder Holzverkleidungen. Sie sind ideal, wenn dein Grundwasserspiegel hoch ist oder du keinen Platz für eine große Grube hast.
  2. Unterirdische Tanks: Das sind die klassischen Zisternen. Sie werden im Garten oder unter der Einfahrt vergraben. Der Vorteil: Sie nehmen keinen Platz weg und das Wasser bleibt schön kühl, was Algenwachstum hemmt. Der Nachteil: Die Installation ist aufwendiger und teurer, da viel Erde bewegt werden muss.

Wo soll das Wasser herkommen? Natürlich vom Dach. Du leitest das Wasser über deine Fallrohre in die Zisterne. Hier brauchst du zwingend einen sogenannten Dachrinnenfilter oder einen Beruhigten Zulauf. Der Filter hält Laub und gröberen Schmutz ab. Der Beruhigte Zulauf sorgt dafür, dass das neue Wasser sanft auf den Boden der Zisterne trifft und den vorhandenen Schlamm nicht aufwirbelt. Das ist wichtig für die Wasserqualität.

Was du beim Bau und Anschluss beachten musst

Du hast dich für eine Größe und einen Typ entschieden? Wunderbar. Nun geht es an die konkrete Umsetzung der Regenwassernutzungsanlage für den Garten.

Die notwendigen Komponenten

Eine Zisterne ist mehr als nur ein großer Behälter. Du brauchst ein System, das das Wasser auch wieder herausbekommt und sauber hält. Das sind die wichtigsten Teile:

  • Zisternenbehälter: Aus Kunststoff (meist Polyethylen) oder Beton. Kunststoff ist leichter und einfacher zu installieren.
  • Filter: Wie erwähnt, um Schmutz abzuhalten.
  • Überlauf: Das Wasser muss irgendwohin, wenn die Zisterne voll ist. Dieser wird in die Kanalisation oder eine Versickerungsanlage geleitet. Wichtig: Überlauf und Zulauf müssen räumlich getrennt sein, um eine Verkeimung zu verhindern!
  • Saugleitung und Pumpe: Die Pumpe hebt das Wasser aus der Zisterne. Eine Tauchpumpe wird direkt in den Tank gestellt, eine außenliegende Pumpe steht trocken daneben. Die Tauchpumpe ist oft leiser.
  • Druckschalter: Dieser schaltet die Pumpe automatisch ein, wenn du einen Verbraucher (z.B. einen Gartenschlauch) öffnest.

Der Anschluss an deine Gartenbewässerung

Hier entscheidet sich, wie komfortabel deine neue Anlage ist. Du kannst das gesammelte Wasser auf zwei Arten nutzen:

Variante A: Manuelle Nutzung. Du hast einen Schlauch direkt an der Pumpe angeschlossen. Du schaltest die Pumpe manuell ein und gießt von Hand. Das ist die einfachste und günstigste Methode, wenn du nur gelegentlich gießt.

Variante B: Automatisierte Nutzung. Du verlegst separate Leitungen vom Pumpenschacht zu fest installierten Rasensprengern oder einem automatischen Bewässerungssystem. Das ist komfortabel, besonders wenn du im Urlaub bist. Hierbei ist es entscheidend, dass das Regenwassernetz komplett vom Trinkwassernetz getrennt bleibt. Du brauchst dafür eine saubere technische Trennung (mindestens zwei Luftspalte), um Rücksaugung zu verhindern – das ist gesetzlich vorgeschrieben!

Du siehst, wenn du eine unterirdische Wasserzisterne bauen lässt, solltest du dir Gedanken über die Entnahme machen, bevor der Bagger kommt. Für die genaue Planung und Umsetzung kannst du dich an Spezialisten wie Borgmann Garten- und Landschaftsbau GmbH wenden.

Pflege und Wartung deiner Wasserzisterne

Eine Zisterne ist kein Selbstläufer. Sie braucht etwas Pflege, damit das Wasser lange nutzbar bleibt. Keine Sorge, das ist meist keine große Sache, wenn die Basis stimmt.

Das größte Problem ist Schlamm. Mit der Zeit sammelt sich Sediment am Boden. Du musst die Zisterne regelmäßig inspizieren. Alle paar Jahre, je nach Verschmutzung durch das Dach, solltest du den Schlamm absaugen. Das geht am besten mit einem Nasssauger. Für eine gelungene Gartengestaltung ist die Zisterne ein wichtiges Kernelement.

Achte auch auf Algen. Wenn viel Licht in den Tank kommt (was bei unterirdischen Tanks kaum passiert), können Algen wachsen. Deshalb ist es wichtig, dass der Tank lichtdicht ist und die Zuläufe so funktionieren, dass das Wasser beruhigt einläuft. Manche Besitzer geben einen kleinen Wasserklärstein hinzu, aber oft reicht schon eine gute Filtration an der Oberfläche.

Überprüfe auch den Filter in der Dachrinne regelmäßig. Wenn der verstopft ist, kommt kein Wasser mehr in deine wertvolle Speicherung, und du nutzt die nächste Dusche einfach unnötig Trinkwasser.

Häufige Fragen

Wie viel kostet eine zisterne für den garten
Die Kosten variieren stark je nach Größe und Material. Für einen Standardtank zwischen 3.000 und 5.000 Litern aus Kunststoff musst du mit Materialkosten zwischen 1.000 und 2.500 Euro rechnen. Die Installation, besonders bei unterirdischen Modellen, kann diese Kosten schnell verdoppeln, da Erdarbeiten anfallen. Erkundige dich immer nach aktuellen Preisen und ob es regionale Förderungen gibt.
Darf ich regenwasser aus der zisterne trinken
Nein, das solltest du nicht tun, es sei denn, du hast eine spezielle, aufwendige Aufbereitung mit mehrstufigen Filtern und Desinfektion, die Trinkwassernormen erfüllt. Für Gartenbewässerung, Toilettenspülung oder Waschmaschine ist es super, aber für den direkten Verzehr ist das Wasser aus einer normalen Gartenzisterne nicht geeignet, da es Keime oder Schadstoffe vom Dach tragen kann.
Was muss ich bei der verlegung der leitungen beachten
Die Leitungen müssen tief genug verlegt sein, um sie vor Frost zu schützen. Das ist meist 60 bis 80 Zentimeter tief im Garten. Ganz wichtig ist die getrennte Verlegung vom Trinkwassernetz. Niemals dürfen die Leitungen für das Regenwasser direkt mit dem Trinkwassersystem verbunden sein. Du brauchst einen sichtbaren, freien Luftspalt oder eine spezielle Rückflussverhinderung, um gesundheitliche Gefahren zu vermeiden.

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