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Tomaten im gewächshaus garten

Tomaten im gewächshaus garten

Du stehst vor deinem Gewächshaus, die Sonne scheint sanft durch die Scheiben, und du stellst dir vor, wie du bald saftige, rote Tomaten erntest. Das ist der Traum vom eigenen Tomatanbau unter Glas. Aber vielleicht hast du auch schon die ersten Sorgen: Bekommen die Pflanzen genug Licht? Wie vermeide ich Pilzkrankheiten, die sich im warmen, feuchten Klima schnell ausbreiten? Keine Sorge, diese Fragen stellen sich alle, die Tomaten im Gewächshaus garten anbauen. Es ist einfacher, als du denkst, wenn du die grundlegenden Bedürfnisse deiner Lieblingstomaten kennst. Ich erkläre dir jetzt Schritt für Schritt, wie du dein Gewächshaus in eine ertragreiche Tomatenoase verwandelst.

Die richtige vorbereitung: Dein gewächshaus auf touren bringen

Bevor die ersten Tomatenpflänzchen ins große Haus umziehen, musst du die Bühne bereiten. Eine gute Vorbereitung spart dir später viel Ärger. Denk daran: Im Gewächshaus herrschen andere Bedingungen als draußen im Garten. Die Wärme staut sich schneller, und die Luftfeuchtigkeit kann hoch werden.

Boden und substrat für gesunde wurzeln

Tomaten im gewächshaus garten

Tomaten sind Starkzehrer. Das heißt, sie brauchen richtig gute Nahrung, um viele Früchte zu bilden. Wenn du in Töpfen oder Kübeln anbaust, wähle eine hochwertige Kübelpflanzenerde, die locker ist und Wasser gut halten kann. Erdbeeren oder Gurken, die du vielleicht letztes Jahr hier hattest, hinterlassen andere Bodenansprüche. Für Tomaten ist ein Substrat wichtig, das reich an Kompost oder gut verrottetem Mist ist.

Ist dein Gewächshausboden direkt mit Erde gefüllt, lockere diesen tiefgründig auf und arbeite Kompost ein. Teste den pH-Wert, falls du sehr experimentierfreudig bist, aber meistens sind normale Gartenböden in Ordnung. Wichtig ist die Drainage: Staunässe ist der größte Feind deiner Tomatenwurzeln.

VIDEO: Gurken und Tomaten gemeinsam im Gewchshaus ziehen | MDR

Lüften, lüften, lüften: das A und O

Das größte Risiko beim Anbau von Tomaten im Gewächshaus ist die hohe Luftfeuchtigkeit. Sie fördert Pilzkrankheiten wie die Kraut- und Braunfäule, auch wenn diese draußen bei Regen wahrscheinlicher ist. Im Glashaus reicht oft schon das Kondenswasser an den Scheiben. Du musst aktiv für Luftbewegung sorgen.

  • Öffne die Lüftungsklappen frühzeitig, am besten schon, bevor die Sonne richtig knallt.
  • Sorge für Querlüftung, wenn möglich – also Öffnungen auf gegenüberliegenden Seiten.
  • Bei schwülem Wetter reicht es manchmal, die Tür einfach offen zu lassen.

Das Ziel ist ein ständiger, leichter Luftaustausch, auch wenn es draußen schon warm ist. Deine Pflanzen danken es dir mit gesunden Blättern.

Pflanzung und die richtige stütze

Wenn du deine Jungpflanzen kaufst oder aus der Vorkultur holst, sind sie oft schon etwas höher. Beim Einpflanzen solltest du ihnen einen kleinen Wachstumsschub geben, indem du sie tiefer setzt, als sie vorher standen. Tomaten bilden an den Stängeln, die unter der Erde sind, zusätzliche Wurzeln aus. Das macht sie kräftiger.

Wie tief pflanze ich tomaten im gewächshaus richtig?

Setze die Pflanze so tief, dass nur noch die obersten zwei bis drei Blattpaare über der Erde sind. Das klingt radikal, funktioniert aber hervorragend. Grabe ein tiefes Loch, fülle es eventuell mit etwas verrottetem Kompost und setze die Pflanze hinein. Erde fest andrücken, aber nicht zu stark, damit die Wurzeln atmen können.

Stützen und leiten – keine freihänger!

Im Gewächshaus werden Tomatenpflanzen oft sehr hoch. Du brauchst ein stabiles System, um sie zu halten. Die Methode des „Aufbindens“ ist die gängigste Art, deine Tomatenpflanzen im Gewächshaus zu managen.

  1. Bringe eine stabile Querstange oder ein Seil oberhalb der Pflanzenreihen an.
  2. Verwende weiches Bindematerial, zum Beispiel spezielles Tomatenband oder Juteschnur. Verwende niemals Draht oder feste Schnüre, die in den Stiel einschneiden können.
  3. Binde die Haupttriebe vorsichtig an das Seil. Achte darauf, dass die Bindung locker ist, damit die Pflanze noch wachsen kann.

Du musst die Pflanze dann kontinuierlich nach oben führen, während sie wächst.

Pflege unter glas: gießen, düngen und das aufrechterhalten

Jetzt wird es konkret. Deine Pflanzen sind drin, sie wachsen und beginnen, Blüten zu bilden. Hier entscheidet sich, ob du eine reiche Ernte einfährst.

Essentielle Links

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Gießverhalten: lieber wenig als zu viel

Im Gewächshaus verdunstet Wasser viel schneller als draußen. Dennoch ist ständige Nässe ein Problem. Gieße deine Tomaten tiefgründig, aber nicht zu oft. Der beste Zeitpunkt ist morgens. So kann überschüssige Feuchtigkeit auf den Blättern oder der Erde verdunsten, bevor die Nacht hereinbricht.

Ein Tipp, den viele Profis nutzen: Gieße immer direkt an die Basis der Pflanze. Vermeide es, die Blätter nass zu machen. Das ist die beste Prävention gegen Krankheiten beim Tomatenanbau unter Glas.

Ausgeizen: der schlüssel zu großen früchten

Das Ausgeizen ist ein Begriff, der viele Anfänger verunsichert. Was bedeutet das eigentlich? Tomaten bilden an der Blattachsel, also dort, wo ein Blatt vom Hauptstamm abgeht, kleine Seitentriebe – die sogenannten Geiztriebe. Wenn du diese nicht entfernst, verzweigt sich die Pflanze wild. Sie steckt ihre ganze Energie in neues Blattwerk statt in die Tomatenfrüchte.

Du nimmst den Geiztrieb einfach zwischen Daumen und Zeigefinger ab, sobald er etwa 3 bis 5 Zentimeter lang ist. Mache das regelmäßig, etwa einmal pro Woche. Das ist entscheidend, um große, gut ausgereifte Früchte bei Stabtomaten zu bekommen.

Düngung für die fruchtbildung

Sobald die ersten Früchte etwa walnussgroß sind, steigt der Nährstoffbedarf stark an. Jetzt brauchen deine Pflanzen Kalium und Phosphor für die Fruchtreife, weniger Stickstoff, der sonst nur noch Blattwachstum fördert. Verwende einen speziellen Tomatendünger. Halte dich an die Dosierung auf der Packung. Überdüngung ist genauso schädlich wie Unterdüngung.

Typische probleme und schnelle hilfe

Du wirst nicht immer eine Bilderbuchernte haben. Das gehört dazu. Wenn du weißt, woran du die häufigsten Probleme erkennst, kannst du schnell reagieren.

Gelbe Blätter am unteren Rand

Wenn die ältesten, unteren Blätter gelb werden und abfallen, ist das oft ein Zeichen für Nährstoffmangel, meistens Magnesium oder Stickstoff. Versuche es mit einem kalium- und magnesiumreichen Flüssigdünger. Entferne die betroffenen Blätter, damit die Pflanze ihre Energie auf die oberen, gesunden Teile konzentrieren kann.

Blüten verfrüht abgeworfen

Passiert dies, ist meistens die Temperatur das Problem. Entweder war es zu heiß (über 30 Grad) oder die Befruchtung war schlecht, weil keine Insekten oder keine Luftbewegung da war, um den Pollen zu bewegen. Sorge für bessere Lüftung, auch wenn es nur bedeutet, die Pflanzen morgens vorsichtig zu schütteln, um die Bestäubung anzuregen.

Schäden durch schädlinge im geschützten anbau

Weiße Fliegen und Spinnmilben lieben die warmen, trockenen Verhältnisse, die wir für Tomaten schaffen. Kontrolliere die Blattunterseiten regelmäßig. Findest du kleine Gespinste oder winzige Tierchen, handle sofort.

  • Bei leichtem Befall: Mit einer starken Wasserstrahl abspritzen oder die Blätter feucht abwischen.
  • Bei starkem Befall: Nützlinge wie Schlupfwespen einsetzen oder Neemöl verwenden. Neemöl ist ein natürliches Mittel, das gut gegen die meisten Schädlinge bei Tomaten im Gewächshaus hilft.

Die ernte und das ende der saison

Wenn die ersten Früchte Farbe annehmen, ist das dein Lohn für die Mühe. Ernte die Tomaten, sobald sie voll ausgefärbt sind. Wenn du sie kurz vor der vollen Reife pflückst, reifen sie drinnen nach. Das ist gut, wenn der Herbst naht und die Temperaturen sinken.

Gegen Ende der Saison, wenn es kühler wird und die Pflanzen viel Kraft in die letzten Früchte stecken, kannst du die Haupttriebe kappen. Das heißt, du schneidest die Spitze ab. Dadurch wird die Energie sofort in die vorhandenen Früchte umgelenkt, damit sie noch reifen können, anstatt neue Blätter zu bilden.

Häufige Fragen

Wie oft muss ich meine tomaten im gewächshaus düngen?
Sobald die Pflanze anfängt zu blühen und Früchte trägt, braucht sie alle ein bis zwei Wochen Flüssigdünger. Vor der Blüte reicht es, wenn du einmalig gut mit Kompost versorgt hast. Achte auf die Herstellerangaben deines gewählten Tomatendüngers.
Was mache ich gegen die kraut- und braunfäule im gewächshaus?
Die beste Maßnahme ist Prävention durch sehr gute Belüftung, um Feuchtigkeit zu vermeiden. Gieße immer direkt an die Basis und entferne frühzeitig alle unteren Blätter, die die Erde berühren könnten. Wenn die Krankheit ausbricht, befallene Pflanzenteile sofort entfernen und entsorgen, nicht auf den Kompost.
Soll ich meine tomatenpflanzen immer nur einfachstängelig ziehen?
Ja, das solltest du bei den meisten Sorten im Gewächshaus tun, wenn du große Erträge möchtest. Das Ausgeizen der Geiztriebe fördert die Kraftverteilung auf die Hauptfrüchte und sorgt für eine bessere Belüftung der gesamten Pflanze. Es hält sie übersichtlich und kontrollierbar.

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