Garten- und Landschaftsbau: Ausbildungsvergütung im

Du stehst vor der Entscheidung, eine Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau zu beginnen, oder du bist vielleicht schon mitten drin und fragst dich, ob dein Gehalt fair ist? Das ist eine super wichtige Frage. Viele denken, die Ausbildung in diesem tollen, grünen Beruf sei ein reiner Selbstläufer, was das Geld angeht. Aber die Wahrheit ist: Die Ausbildungsvergütung im Garten- und Landschaftsbau ist ein komplexes Thema. Lass uns das mal ganz in Ruhe anschauen, damit du genau weißt, was dich erwartet und wie du das Beste aus deiner Lehrzeit machst.
Was bestimmt deine Vergütung in der Ausbildung?
Es gibt nicht die eine Summe, die jeder Azubi im Garten- und Landschaftsbau (oft auch GaLaBau genannt) verdient. Das Gehalt hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wenn du dich über die Höhe der Ausbildungsvergütung für Landschaftsgärtner informierst, wirst du schnell merken, dass die Unterschiede zwischen Betrieben groß sein können. Das liegt daran, dass die Bezahlung oft durch Tarifverträge geregelt ist, aber eben nicht immer.
Tarifvertrag oder nicht – der große Unterschied
In Deutschland gibt es für viele Branchen Tarifverträge. Das sind Vereinbarungen zwischen Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften, die Mindeststandards für Löhne und Arbeitsbedingungen festlegen. Im GaLaBau spielen diese Verträge eine große Rolle. Wenn dein Ausbildungsbetrieb tarifgebunden ist, steht deine Ausbildungsvergütung im Garten- und Landschaftsbau meist fest und steigt jedes Jahr automatisch.
- Tarifgebundene Betriebe: Hier hast du Planungssicherheit. Die Beträge sind klar definiert und steigen oft jährlich. Das ist oft die fairste Basis.
- Nicht tarifgebundene Betriebe: Hier legt der Chef die Höhe selbst fest. Manche zahlen freiwillig mehr als der Tariflohn, weil sie gute Azubis halten wollen. Andere zahlen möglicherweise nur das Minimum, was gesetzlich oft nur der Mindestlohn ist, wenn der Tarifvertrag diesen unterschreitet.
VIDEO: Praktische Abschlussprfung: Ausbildung Grtner*in – Fachrichtung Garten- & Landschaftsbau | 10.5.23

Tarifregion und Ausbildungsjahr
Selbst wenn ein Tarifvertrag gilt, ist nicht überall dasselbe drin. Deutschland ist groß, und die Lebenshaltungskosten sind es auch. Deshalb gibt es oft regionale Unterschiede. Was ein Azubi in Bayern verdient, kann leicht von dem abweichen, was ein Azubi in Sachsen bekommt. Außerdem steigt dein Lohn automatisch mit jedem Ausbildungsjahr. Das ist Standard.
Im ersten Lehrjahr verdienst du natürlich am wenigsten, weil du am meisten lernen musst. Im dritten Jahr, wenn du schon richtig mit anpacken kannst und fast alles selbstständig erledigst, sieht das schon anders aus. Das ist die Anerkennung für deine wachsende Leistung.
Praxistipps zur Vergütung: So vergleichst du Angebote richtig
Du hast vielleicht schon ein paar Bewerbungen verschickt oder sogar schon Zusagen bekommen. Jetzt sitzt du vor den Verträgen und fragst dich: Ist das ein guter Verdienst für einen Azubi im Gartenbau? Hier sind ein paar konkrete Schritte, wie du Angebote einschätzen kannst.
Interessante Links
Bereichere dein Wissen über Garten- und Landschaftsbau: Ausbildungsvergütung im mit diesen essenziellen Lesematerialien.
- Ausbildungsvergütungen Gartenbau : Landwirtschaftskammer …
- Vergütung | Ausbildungsförderwerk Garten-, Landschafts- und …
Vergleiche Äpfel mit Äpfeln
Wenn du Angebote vergleichst, schaue nicht nur auf die Brutto-Summe, also das Geld, das vor Abzug von Steuern und Sozialabgaben genannt wird. Das ist irreführend. Du musst wissen, was am Ende auf deinem Konto landet (Netto). Aber noch wichtiger: Vergleiche die Zahlen für dasselbe Lehrjahr!
Ein Betrieb, der im ersten Jahr 1.100 Euro brutto zahlt, klingt super. Aber wenn der tariflich gebundene Betrieb nur 1.000 Euro zahlt, aber dafür im dritten Jahr 1.500 Euro garantiert, musst du rechnen, was über die gesamte Lehrzeit mehr wert ist. Lass dich nicht nur von hohen Anfangszahlen blenden, wenn die Steigerung danach stagniert.
Zusätzliche Leistungen im Blick behalten
Die reine monatliche Ausbildungsvergütung für Landschaftsgärtner Lehrjahr 2 ist nicht alles. Gute Betriebe bieten oft mehr als nur den Grundlohn. Diese Extras können deinen finanziellen Vorteil erheblich steigern. Frag gezielt nach diesen Punkten, wenn du im Vorstellungsgespräch bist oder den Vertrag prüfst.
- Fahrtkostenzuschuss: Fährst du mit dem Bus oder der Bahn zur Baustelle oder Berufsschule? Einige Betriebe geben dir einen Teil der Kosten zurück. Das ist bares Geld am Ende des Monats.
- Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld: Manch einer zahlt diese Sonderzahlungen auch an Azubis. Das kann eine schöne Spritze für den Urlaub oder für größere Anschaffungen sein.
- Materialkostenübernahme: Musst du Arbeitskleidung selbst kaufen, oder stellt der Betrieb sie? Übernimmt der Betrieb die Kosten für deine Fahrt zur überbetrieblichen Lehrwerkstatt (ÜLU)? Wenn nicht, musst du diese Kosten von deiner Ausbildungsvergütung abziehen.
- Leistungsprämien: Manche Betriebe belohnen sehr gute Noten in der Schule oder auf der Arbeit mit einer kleinen Prämie am Ende des Jahres.
Die Realität: Was verdiene ich wirklich und was brauche ich?
Du fragst dich wahrscheinlich, ob das Geld, was du verdienst, überhaupt zum Leben reicht. Gerade wenn du ausziehen musst, um die Ausbildung zu machen, wird die Höhe der Ausbildungsvergütung im GaLaBau zum Knackpunkt.
Leben auf dem Land vs. Leben in der Stadt
Wenn du in einer großen Stadt wohnst, sind Miete und Lebensmittel teurer. Deine Ausbildungsvergütung fühlt sich dann knapper an, als wenn du zu Hause wohnst und nur für deine Freizeitkosten aufkommen musst. Es ist wichtig, dass du dir vorab einen kleinen Haushaltsplan machst.
Rechne einmal durch, was du mindestens brauchst: Miete, Versicherungen, Essen, Fahrtkosten und vielleicht noch ein kleiner Betrag für Spaß. Wenn die genannte Ausbildungsvergütung deutlich unter diesem Bedarf liegt, musst du über Unterstützung nachdenken.
Staatliche Hilfen prüfen: BAföG und Co.
Viele glauben, dass sie BAföG nicht bekommen, weil sie eine Ausbildung machen und nicht studieren. Das stimmt nicht immer. Wenn deine Ausbildungsvergütung sehr niedrig ist und du bestimmte Voraussetzungen erfüllst – zum Beispiel, wenn du für die Ausbildung auswärts wohnen musst oder einen weiten Weg hast –, kannst du eventuell Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) beim Arbeitsamt beantragen. Das ist eine wichtige staatliche Unterstützung für Azubis.
Es ist deine Chance, die Lücke zwischen dem, was du verdienst, und dem, was du zum Leben brauchst, zu schließen. Informiere dich aktiv bei der Agentur für Arbeit über deine Ansprüche auf BAB für Auszubildende im Gartenbau. Das ist kein Almosen, sondern eine Leistung, für die du unter Umständen Anspruch hast.
Dein Wert steigt – auch finanziell
Denk immer daran: Die Ausbildung ist eine Investition in deine Zukunft. Im ersten Jahr lernst du Grundlagen wie Maschinenbedienung, Pflanzenkunde und die Arbeitssicherheit auf der Baustelle. Dafür bekommst du eine faire Vergütung für deine Zeit und Mühe, aber der größte Gewinn ist das Wissen. Wie hoch diese Vergütung ausfällt, wird in den Tarifverträgen festgelegt, deren Eckdaten du hier einsehen kannst. Im dritten Lehrjahr bist du eine hochqualifizierte Arbeitskraft, die sehr gefragt ist.
Wenn du deine Ausbildung erfolgreich abschließt, sieht die Gehaltsentwicklung ganz anders aus. Fachkräfte im Garten- und Landschaftsbau werden händeringend gesucht. Dein Einstiegsgehalt als Geselle wird deutlich höher sein als das Gehalt im dritten Lehrjahr. Die jetzige Ausbildungsvergütung im GaLaBau ist nur die Basis für deine spätere Karriere.
Nimm dir Zeit, die Angebote genau zu vergleichen. Sei offen für Gespräche mit dem Ausbildungsbetrieb, wenn du Bedenken wegen der Vergütung hast. Oft gibt es Verhandlungsspielraum, besonders wenn du spezielle Vorkenntnisse mitbringst oder der Betrieb weiß, wie begehrt gute Leute sind. Informiere dich auch über die geltenden Regelungen im Tarifvertrag für den Garten- und Landschaftsbau, um deine Verhandlungsposition zu stärken.


