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Englischer Garten: Tipps zur Gestaltung und Planung

Englischer Garten: Tipps zur Gestaltung und Planung

Du stehst vor deinem Garten und fühlst dich ein bisschen verloren? Vielleicht hast du gehört, dass der „englische Garten“ die Lösung für eine natürlich wirkende, romantische Grüngestaltung ist. Aber was genau bedeutet das für deinen eigenen Garten? Es geht nicht nur darum, ein paar Hügel aufzuschütten und ein paar Bäume wahllos zu pflanzen. Es geht um Gefühl, um fließende Linien und darum, deinen Garten wie ein lebendiges Gemälde aussehen zu lassen. Keine Sorge, diesen Weg gehen wir jetzt gemeinsam Schritt für Schritt. Du lernst, wie du diese entspannte Atmosphäre auch in deinen Garten holst.

Was macht einen englischen garten aus?

Bevor du anfängst, Steine zu bewegen oder Pflanzen zu bestellen, lass uns verstehen, worum es beim englischen Gartenstil eigentlich geht. Er ist das komplette Gegenteil des formalen französischen Gartens. Stell dir keine strengen geraden Linien oder perfekt symmetrische Beete vor. Der englische Gartenstil, auch bekannt als Landschaftsgarten, wurde vor Jahrhunderten entwickelt, um die Natur nachzuahmen – aber die beste Version der Natur. Es geht um Natürlichkeit, weiche Übergänge und das Gefühl, dass der Garten schon immer genau so da war. Wie du diese Philosophie in die Praxis umsetzen kannst, erfährst du in unseren Tipps zur Gartengestaltung.

Die wichtigsten elemente der englischen garten gestaltung

Wenn du das nächste Mal durch einen Park gehst, der dir besonders gut gefällt, achte auf diese typischen Merkmale. Sie sind das Herzstück der englischen Gartenästhetik:

  • Geschwungene Wege: Vergiss lange, gerade Sichtachsen. Wege im englischen Garten schlängeln sich sanft durch die Landschaft. Sie laden dich ein, dem nächsten Blickfang zu folgen, und lassen den Garten größer wirken, als er ist.
  • Weiche Konturen: Rasenflächen laufen sanft an die Beete heran. Es gibt keine harten Kanten. Alles fließt ineinander über.
  • Natürliche Baumgruppen: Bäume stehen nicht einzeln in Reih und Glied. Sie bilden lockere Gruppen, simulieren kleine Haine und spenden mal Schatten, mal geben sie den Blick frei auf eine Wasserstelle.
  • Der Einsatz von Wasser: Ein Teich oder ein kleiner Bachlauf wirken wie ein natürliches Element, das schon immer dort war. Stillwasserflächen reflektieren den Himmel und bringen Ruhe.
  • Malereische Akzente: Kleine, oft ruinartige Gebäude, eine einsame Bank unter einer alten Eiche oder eine Gartenlaube – diese Elemente dienen als Blickfang, die sogenannten „Follies“. Sie erzeugen Tiefe und Romantik.

Dein plan: vom leeren blatt zur englischen landschaft

Englischer Garten: Tipps zur Gestaltung und Planung

Viele Gartenbesitzer fühlen sich überwältigt, wenn sie an die Planung denken. Dein Garten ist nicht nur eine Fläche, sondern ein Raum mit verschiedenen Stimmungen. Bevor du graben kannst, brauchst du eine Vision. Wie möchtest du diesen Raum nutzen?

Phase 1: die analyse deines grundstücks

Bevor du irgendetwas kaufst, schau dir genau an, was du hast. Das ist entscheidend für eine gelungene englische garten gestaltung, denn sie soll sich in die Umgebung einfügen.

  1. Licht und Schatten beobachten: Wo scheint mittags die Sonne am längsten? Wo sind die kühlen, schattigen Ecken? Notiere dir das. Pflanzen brauchen unterschiedliche Bedingungen, und das hilft dir, die Bereiche richtig zu bepflanzen.
  2. Bestehende Strukturen berücksichtigen: Hast du einen alten Baum? Ein Gefälle? Nutze diese Elemente! Ein englischer Garten integriert Bestehendes, anstatt es zu verdrängen. Ein Hügel wird zur malerischen Anhöhe, ein alter Baum zum zentralen Punkt.
  3. Deine Perspektiven definieren: Wo stehst du am häufigsten? An der Küchentür? Auf der Terrasse? Diese Punkte sind deine Hauptsichtachsen. Plane von dort aus die schönsten „Bilder“ deines Gartens.

VIDEO: 5 Fehler bei der Gartenplanung – Fehler Nr. 1

Phase 2: das skizzieren der fließenden form

Jetzt wird es kreativ, aber bleib entspannt. Nimm großes Papier und zeichne den groben Umriss deines Gartens auf. Wenn du dich unsicher fühlst, wie du die Wege gestalten sollst, nutze einen Gartenschlauch oder Sand, um die Linien auf dem Boden zu markieren. Das gibt dir ein Gefühl für die tatsächliche Größe der Kurven.

Tipp für weiche Wege: Lass deine Wege mindestens 1,20 Meter breit sein, damit sie nicht gehetzt wirken. Zeichne sie so, dass sie nicht auf ein Ziel zulaufen, sondern nur andeuten, dass es dahinter weitergeht. Ein Weg, der um eine Bepflanzung herumführt, erzeugt Neugierde.

Phase 3: das schichten der bepflanzung

Das ist der Bereich, in dem viele Fehler passieren. Du willst keine Beetkanten, die wie eine gerade Linie wirken. Die englische Gartengestaltung arbeitet mit Tiefenwirkung durch verschiedene Höhenschichten. Stell dir das wie eine Bühne vor:

  • Hintergrund (die Kulisse): Hier stehen die höchsten Pflanzen, oft Sträucher oder kleine Bäume, die Sichtschutz bieten und Struktur geben. Wähle hier immergrüne Pflanzen für den Winter.
  • Mittelgrund (die Hauptdarsteller): Hier kommen deine blühenden Stauden ins Spiel. Sie sind der Blickfang im Sommer. Wichtig: Lasse sie dicht stehen und überlappen. Keine Lücken zwischen den Pflanzen lassen!
  • Vordergrund (der Teppich): Hier arbeiten wir mit Bodendeckern und niedrigen Pflanzen, die sanft den Übergang vom Rasen zum Beet schaffen. Sie dürfen leicht über den Rasenrand „krabbeln“.

Achte bei der Auswahl deiner Pflanzen auf verschiedene Blütezeiten. Dein Garten soll nicht nur im Juni toll aussehen, sondern von Frühling bis Herbst immer neue Nuancen zeigen. Das ist das Geheimnis der langlebigen englischen Blumenbeete.

Praktische umsetzung: materialwahl und details

Die Wahl der richtigen Materialien unterstützt den Eindruck der Natürlichkeit. Vermeide zu moderne oder aufdringliche Dekoration. Weniger ist oft mehr, wenn es um Akzente geht.

Informative Quellen

Für einen umfassenden Blick auf Englischer Garten: Tipps zur Gestaltung und Planung konsultiere diese ausgewählten Quellen.

Die bedeutung des rasens

Der englische Garten lebt von großen, offenen Rasenflächen. Diese Flächen sind die „Luft“ in deinem Design. Sie lassen das Auge ruhen und betonen die dahinter liegenden Bepflanzungen. Achte darauf, dass der Rasen gut gepflegt ist, denn er bildet die Leinwand.

Wenn du Rasenkanten betonst, mach das subtil. Statt einer scharfen Plastikkante nutze lieber eine Reihe von kleinen, leicht vergrabenen Natursteinen oder lasse den Rasen einfach sanft in die Erde des Beetes übergehen.

Wahl der wege und sitzplätze

Für die Wege eignen sich Materialien, die vergrauen und Patina ansetzen. Natursteinpflaster, Kies oder Mulch sind gute Optionen für die authentische Gestaltung eines englischen Gartens. Vermeide tiefrote Ziegel oder brandneue, helle Betonplatten.

Sitzplätze planst du nicht als zentrale Bühne. Sie sollten eher versteckt liegen, vielleicht hinter einer Hecke oder in einer Baumgruppe. Sie sollen einen Rückzugsort bieten, einen Ort, an dem man überraschend zur Ruhe kommt, wenn man dem Weg folgt.

häufig gestellte fragen

wie groß muss mein garten für diesen stil sein?

Du brauchst keinen riesigen Park. Schon ein kleiner Stadtgarten profitiert von den Prinzipien der weichen Linien und der Schichtung. Wichtig ist, dass du durch geschickte Bepflanzung und geschwungene Wege Tiefe erzeugst und den Raum optisch vergrößerst.

muss ich immer einen teich anlegen?

Nein, ein Teich ist ein schönes Element, aber kein Muss für die englische Garten gestaltung. Wenn du kein Wasser möchtest oder der Platz fehlt, kannst du diesen Effekt durch eine große, geschwungene Wiese oder eine Mulde erzielen, die den Blick auf eine besonders schöne Baumgruppe lenkt. Für weitere Anregungen zur Gestaltung eines englischen Gartens ohne Teich, schaue dir diesen Beitrag an.

wie pflege ich die „natürlichen“ beete am besten?

Obwohl die Beete natürlich aussehen sollen, brauchen sie Pflege. Die meiste Arbeit im englischen Stil steckt im Mulchen und im Jäten. Mulch hilft, die Feuchtigkeit zu halten und Unkraut zu unterdrücken. Schneide Pflanzen so zurück, dass sie ihre natürliche Form behalten und sich gegenseitig stützen, statt sie in strenge geometrische Formen zu zwingen.

Häufige Fragen

Zu viele unterschiedliche elemente
Wenn du versuchst, alle möglichen Gartenstilelemente – einen japanischen Stein, eine moderne Skulptur und dann noch einen klassischen Rosenbogen – auf kleinem Raum zu vereinen, wirkt es schnell unruhig. Konzentriere dich auf die sanfte Landschaftsgestaltung und wähle höchstens ein bis zwei markante, aber stilistisch passende, Akzente.
Falsche bepflanzung
Ein häufiger Fehler ist die Verwendung von zu vielen exotischen oder sehr pflegeintensiven Pflanzen. Ein englischer Garten funktioniert am besten mit robusteren, traditionellen Pflanzen, die gut mit deinem lokalen Klima zurechtkommen. Denke an Rosen, Hortensien, Lavendel und viele Gräser. Sie harmonieren gut miteinander und brauchen weniger ständige Korrektur.

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